So richten Sie die YouTube-Kindersicherung ein (2026)
Eine YouTube-Kindersicherung gibt es in drei Formen: YouTube Kids (eine eigene App für Kinder bis 12), das Kinderkonto mit Elternaufsicht (eine von Eltern verwaltete Version des normalen YouTube) und den eingeschränkten Modus (ein Filter für jedes Konto). Für Kinder unter 13 richten Sie YouTube Kids oder ein Konto mit Elternaufsicht ein und verwalten es im Familiencenter Ihrer YouTube-App oder in Family Link. Nur bestimmte Kanäle zu erlauben, geht dabei nur in YouTube Kids mit „Inhalte selbst genehmigen“, nicht im normalen YouTube.
Wenn Sie die Kanäle lieber selbst auswählen und Ihr Kind sonst nichts sehen soll, ist Pepelly dafür gebaut. Mehr dazu nach den fünf Lücken weiter unten.
Die Menünamen in dieser Anleitung haben wir am 21. Oktober 2026 mit den deutschsprachigen Hilfeseiten von Google und Apple abgeglichen. Sie ändern sich gelegentlich. Wenn eine Bezeichnung auf Ihrem Gerät anders heißt, suchen Sie nach dem ähnlichsten Eintrag.
YouTube, Elternaufsicht oder YouTube Kids: was passt?
Das hängt vor allem vom Alter Ihres Kindes ab. Google nennt selbst drei Wege, und die unterscheiden sich deutlich.
| YouTube Kids | Kinderkonto mit Elternaufsicht | YouTube mit eingeschränktem Modus | |
|---|---|---|---|
| Was es ist | Eigene App mit kleinerer Auswahl | Von Eltern verwaltetes YouTube mit weniger Funktionen | Normales YouTube mit Filter |
| Alter | „Kleine Kinder“ (bis 4), „Jüngere Kinder“ (5 bis 8), „Ältere Kinder“ (9 bis 12) | Inhaltsstufen ab „Ältere Kinder“ (ab 9) | Alle; der Filter gilt je Browser oder Gerät |
| Eltern wählen Kanäle | Ja, mit „Inhalte selbst genehmigen“ | Nein, nur Kanäle blockieren | Nein |
| Kommentare | Keine | Abhängig von der Inhaltsstufe | Ausgeblendet |
| Shorts | Bei „Inhalte selbst genehmigen“ nur Freigegebenes | Shorts-Limit bis auf null | Shorts-Limit, wegklickbar |
| Autoplay | Eltern können es abschalten | Eltern können es abschalten | Einstellung der Nutzerin oder des Nutzers |
| Verwaltet über | YouTube-Kids-App, Familiencenter, Family Link | Familiencenter, Family Link | Das jeweilige Gerät |
Kurz gesagt: YouTube Kids für Kinder bis etwa 8, ein Konto mit Elternaufsicht ab etwa 9, und den eingeschränkten Modus nur zusätzlich auf gemeinsam genutzten Geräten. Die Initiative SCHAU HIN! betont, dass keines dieser Angebote hundertprozentige Sicherheit bietet. Jüngere Kinder sollten Sie beim Schauen begleiten.
YouTube Kids einrichten: Schritt für Schritt
YouTube Kids richten Sie in der YouTube-Kids-App ein. Sie brauchen ein Google-Konto, Ihr Kind braucht keine E-Mail-Adresse.
- Öffnen Sie YouTube Kids, tippen Sie oben links auf die Profilauswahl, folgen Sie dem Einrichtungsdialog und wählen Sie Ihr Google-Konto.
- Geben Sie den Vornamen oder Spitznamen und das Alter Ihres Kindes ein.
- Wählen Sie eine Inhaltseinstellung: Kleine Kinder, Jüngere Kinder, Ältere Kinder oder Inhalte selbst genehmigen.
Später ändern Sie die Einstellungen hier:
| Wo | Weg (Stand Oktober 2026) |
|---|---|
| Gerät des Kindes, YouTube-Kids-App | Einstellungen (Zahnrad) › Rechenaufgabe lösen oder Sicherheitscode eingeben › Profil des Kindes › Elternpasswort › Einstellungen bearbeiten |
| Ihr Handy, YouTube-App | Mein YouTube › Einstellungen › Familiencenter › Ihr Kind › bei den YouTube-Kids-Einstellungen auf Bearbeiten |
| Ihr Handy, Family-Link-App | Ihr Kind › Einstellungen › YouTube - Tools für Eltern, Kinder und Teenager |
Im Familiencenter können Sie außerdem Autoplay deaktivieren einschalten, den Wiedergabeverlauf pausieren und den Verlauf löschen. Für die Bildschirmzeit hat YouTube Kids einen eigenen Timer in der App.
„Nur genehmigte Inhalte“ in YouTube Kids
Mit „Inhalte selbst genehmigen“ sieht Ihr Kind nur Videos, Kanäle und Sammlungen, die Sie freigegeben haben, und die Suche ist abgeschaltet. Das ist die strengste Einstellung, die Google anbietet, und für Vorschulkinder eine gute.
Einschalten lässt sie sich nur in der YouTube-Kids-App, nicht über YouTube:
- Öffnen Sie in YouTube Kids die Einstellungen, geben Sie den Code ein, wählen Sie das Profil Ihres Kindes und geben Sie Ihr Passwort ein.
- Tippen Sie auf Einstellungen bearbeiten und schalten Sie Inhalte selbst genehmigen ein.
- Lesen Sie den Einführungsbildschirm und bestätigen Sie die Auswahl.
- Tippen Sie auf das Symbol bei jeder Sammlung, jedem Kanal oder Video, das Sie erlauben möchten, und dann auf Fertig.
- Unter Nur genehmigte Inhalte können Sie die Liste später verwalten und in der Vorschau sehen, was Ihr Kind sieht.
Die Grenzen: Die Liste gilt nur in YouTube Kids, und dort ist die Auswahl kleiner als im normalen YouTube. Ein Kanal, den Sie gern hätten, fehlt also womöglich. Lange Zusammenschnitte freigegebener Kanäle werden nicht ausgefiltert. Und Kanal für Kanal am Handy freizugeben, dauert.
Konto mit Elternaufsicht: Schritt für Schritt
Ein Kinderkonto mit Elternaufsicht gibt Ihrem Kind die normale YouTube-App mit weniger Funktionen: kein Hochladen, kein Livechat, keine Käufe, keine personalisierte Werbung. Eingerichtet wird es über Family Link oder das Familiencenter, Google führt Sie durch die Schritte. Altersbeschränkte Videos sind für alle unter 18 gesperrt, egal welche Stufe Sie wählen.
| Einstellung | YouTube-App auf Ihrem Handy (iPhone, iPad, Android) | Computer |
|---|---|---|
| Inhaltsstufe („Ältere Kinder“, „Jugendliche“, „Ältere Jugendliche“) | Mein YouTube › Einstellungen › Familiencenter › Ihr Kind › Bearbeiten neben den Inhaltseinstellungen | Nicht beschrieben |
| Kanal blockieren | Auf der Kanalseite: Dreipunkt-Menü › Kanal für Kinder blockieren › Weiter › Blockieren | Auf der Kanalseite: Tab Kanalinfo › Nutzer melden › Kanal für Kinder blockieren |
| Autoplay abschalten | Familiencenter › Ihr Kind › Autoplay deaktivieren | Nicht beschrieben |
| Shorts-Limit | Familiencenter › Ihr Kind › Zeitmanagement › Limit für den Shorts-Feed | Nicht verfügbar |
| Schlafenszeit und Pausen-Erinnerung | Familiencenter › Ihr Kind › Zeitmanagement | Nicht beschrieben |
| Verlauf löschen oder pausieren | Familiencenter › Ihr Kind › Verlauf löschen / Wiedergabeverlauf pausieren | Nicht beschrieben |
Die Option zum Blockieren erscheint nur, wenn Sie mit dem verknüpften Elternkonto angemeldet sind. Nutzt Ihr Kind dasselbe Google-Konto für YouTube und YouTube Kids, gilt die Sperre in beiden.
YouTube für Kinder sperren: Smartphone, Tablet, TV und PC
Die Kindersicherung wirkt nur, solange Ihr Kind im betreuten Profil angemeldet ist. Deshalb gehört zur Einrichtung auch, die Hintertüren auf dem Gerät zu schließen.
| Gerät | Was Sie tun |
|---|---|
| iPhone und iPad (iOS 27) | Einstellungen › Familie › Ihr Kind › Apps & Websites › App auswählen › App blockieren. Unter Einschränkungen › Filtern können Sie „Nur genehmigte Websites“ wählen, damit YouTube nicht im Browser geöffnet wird. Bei älteren iOS-Versionen liegen diese Optionen unter Bildschirmzeit |
| Android (Family Link) | Ihr Kind › Bildschirmzeit › Zeitlimits › App-Limits › App auswählen › Schalter auf Blockiert › Fertig. Die Änderung braucht etwa fünf Minuten |
| Computer | Im Browser: Profilbild › Eingeschränkter Modus › Eingeschränkten Modus aktivieren. Das gilt nur für diesen Browser; wiederholen Sie es in jedem Browser |
| Smart-TV | In der YouTube-App des Fernsehers unter Einstellungen einen Eltern-Code festlegen, damit abgemeldetes Schauen nur mit Code geht. Oder die YouTube-App über die Kindersicherung des Fernsehers sperren |
Autoplay für Ihr eigenes Konto schalten Sie in der App unter Profilbild › Einstellungen › Autoplay aus, am Computer mit dem Schalter unten im Player und am Fernseher unter Einstellungen.
Fünf Lücken der YouTube-Kindersicherung
Alle diese Werkzeuge helfen, aber keines macht aus YouTube eine geschlossene Liste. Diese fünf Lücken bemerken Eltern am häufigsten.
- Shorts. Das Limit für den Shorts-Feed lässt sich bei Konten mit Elternaufsicht auf null setzen. Dann verschwindet der Feed in der YouTube-App. Shorts tauchen aber weiter in Suchergebnissen und über Links auf, und im Browser ohne Anmeldung gilt das Limit nicht.
- Autoplay. „Autoplay deaktivieren“ hilft wirklich. Am Ende eines Videos stehen trotzdem weitere Vorschläge zum Antippen, und bei jedem anderen Konto entscheidet der Nutzer selbst.
- Empfehlungen. Startseite und „Nächstes Video“ wählt bei Konten mit Elternaufsicht weiterhin ein Algorithmus aus. Google legt für Kinder strengere Qualitätsmaßstäbe an, aber Sie bestimmen nicht, was vorgeschlagen wird.
- Re-Uploads. Eine Kanalsperre gilt nur für diesen einen Kanal. Googles Hilfeseite sagt ausdrücklich, dass Videos, die auf anderen Kanälen erneut hochgeladen wurden, und ähnliche Kanäle nicht gesperrt werden. Jeden Tag kommen neue hinzu.
- Kommentare. In YouTube Kids gibt es keine. Bei Konten mit Elternaufsicht hängt es von der Inhaltsstufe ab, bei normalen Konten sind sie immer da.
Wann eine Whitelist-App sinnvoll ist
Eine Whitelist-App lohnt sich, wenn Sie wissen, welche Kanäle Ihr Kind sehen soll, und den Rest von YouTube nicht verwalten möchten. Reicht Ihnen „Inhalte selbst genehmigen“ in YouTube Kids, ist das eine gute kostenlose Lösung. Wenn Sie aber einen Kanal nach dem anderen sperren oder Ihre Wunschkanäle in YouTube Kids fehlen, ist eine Freigabeliste weniger Arbeit.
Pepelly ist ein Videoplayer für Kinder von 3 bis 12, der nur die YouTube-Kanäle zeigt, die Sie ausgewählt haben. Kanäle fügen Sie über die Suche, per Link, aus einem Startpaket für das Alter oder aus Ihren eigenen Abos hinzu. Ihr Kind sieht die neuesten Videos dieser Kanäle und nichts dazwischen: keine Shorts, kein Autoplay, keine Empfehlungen, keine Kommentare, keine Links aus der App. Zusammenschnitte und sehr lange Videos sind standardmäßig ausgeblendet. Aus dem Kindermodus kommt man nur mit der Eltern-PIN heraus.
Pepelly ersetzt die Geräteeinstellungen oben nicht. Die Freigabeliste wirkt innerhalb von Pepelly; sperren Sie die normale YouTube-App und den Browser mit Bildschirmzeit oder Family Link, die App zeigt Ihnen, wie. Die Videos laufen im offiziellen YouTube-Player, und Pepelly entfernt keine YouTube-Werbung. Pepelly ist nicht mit YouTube oder Google verbunden.
Die größte Lücke behandeln wir ausführlich unter YouTube Shorts deaktivieren. Welche Kanäle auf die Liste passen, zeigt unser Ratgeber zu reizarmen Kinderserien. Zur Startseite und zu den Preisen.
Fragen
Wie richte ich YouTube für Kinder ein?
Für Kinder unter 13 legen Sie entweder ein Profil in YouTube Kids oder ein Kinderkonto mit Elternaufsicht für YouTube an, beides verknüpft mit Ihrem Google-Konto. Danach verwalten Sie Inhaltsstufe, Autoplay, Shorts-Limit und Verlauf im Familiencenter Ihrer eigenen YouTube-App oder in Family Link. Für jüngere Kinder ist YouTube Kids meist die bessere Wahl.
Kann ich bei YouTube nur bestimmte Kanäle erlauben?
Im normalen YouTube nicht. Bei einem Konto mit Elternaufsicht können Sie Kanäle blockieren, aber keine Liste erlaubter Kanäle anlegen. Die einzige Freigabeliste bei YouTube ist die Einstellung „Inhalte selbst genehmigen“ in der YouTube-Kids-App.
Wie kann ich ein Zeitlimit für YouTube einstellen?
In YouTube Kids gibt es einen Timer in der App. Für das ganze Gerät setzen Sie Zeitlimits mit Family Link unter Bildschirmzeit › Zeitlimits › App-Limits oder auf iPhone und iPad mit der Bildschirmzeit. Bei Konten mit Elternaufsicht lässt sich zusätzlich ein Limit für den Shorts-Feed sowie eine Erinnerung zur Schlafenszeit im Familiencenter einstellen.
Wie stelle ich die Altersbeschränkung bei YouTube ein?
In YouTube Kids wählen Sie unter „Einstellungen bearbeiten“ eine Stufe: „Kleine Kinder“ (bis 4), „Jüngere Kinder“ (5 bis 8), „Ältere Kinder“ (9 bis 12) oder „Inhalte selbst genehmigen“. Bei einem Kinderkonto mit Elternaufsicht stellen Sie im Familiencenter neben „Inhaltseinstellungen“ die Stufe ein, beginnend bei „Ältere Kinder“ ab 9. Altersbeschränkte Videos sind für alle unter 18 gesperrt.
Reicht der eingeschränkte Modus als Kindersicherung?
Nein, er ist nur eine zusätzliche Schicht. Der eingeschränkte Modus filtert potenziell nicht jugendfreie Videos anhand von Titeln, Metadaten und Altersbeschränkungen, gilt aber nur für den jeweiligen Browser oder das Gerät. Google sagt selbst, dass kein Filter perfekt ist.
Entfernt die YouTube-Kindersicherung Werbung?
Nein. Bei Kinderkonten mit Elternaufsicht ist personalisierte Werbung abgeschaltet, Werbung läuft aber weiterhin, auch in YouTube Kids. Videos ganz ohne Anzeigen gibt es nur mit YouTube Premium.
Quellen
- YouTube-Hilfe: Elternaufsicht für YouTube Kids-Profile
- YouTube-Hilfe: YouTube Kids-Profil erstellen
- YouTube-Hilfe: Inhaltseinstellungen für Kinderkonten mit Elternaufsicht
- YouTube-Hilfe: Elternaufsicht und Einstellungen für Kinderkonten auf YouTube
- YouTube-Hilfe: Kanäle für Kinder mit Elternaufsicht blockieren
- YouTube-Hilfe: Limit für den Shorts-Feed festlegen
- YouTube-Hilfe: Eingeschränkten Modus aktivieren oder deaktivieren
- YouTube-Hilfe: Autoplay
- Apple Support: Kindersicherung auf dem iPhone oder iPad deines Kindes verwenden
- Google Play-Hilfe: Google Play-Apps Ihres Kindes verwalten
- SCHAU HIN!: YouTube für Kinder – kindgerechte Inhalte und Sicherheits-Tipps
- klicksafe: Was ist YouTube und warum ist es so beliebt?
- klicksafe: So können Eltern YouTube-Kurzvideos beschränken (aktualisiert Februar 2026)
Pepelly ausprobieren
Kanäle auswählen, Gerät des Kindes koppeln, und Ihr Kind sieht genau diese und sonst nichts.
Bald für iPhone, iPad und Android.
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